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UTM-Parameter einfach erklärt: So siehst du, welcher Link dir Besucher bringt

Ein Analytics-Tool zeigt dir, von welcher Website deine Besucher kommen. Von welchem Link genau, zeigt es dir oft nicht.

Ich habe zum Beispiel einen Link zu Lienks in meinem Profil auf Indie Hackers. Kommt darüber jemand auf meine Website, sehe ich im Dashboard nur: Der Besuch kam von indiehackers.com. Ob über mein Profil, über einen Kommentar oder über einen Post, sehe ich nicht.

Bei manchen Quellen sehe ich nicht einmal das. Wer auf einen Link in einem Newsletter, einer App, einem Messenger oder einem PDF klickt, kommt oft ohne Referrer an. Der Browser schickt dann nicht mit, woher der Besuch kam.

Die Lösung ist einfach: Du beschriftest deine Links selbst. Genau dafür gibt es UTM-Parameter.

Was sind UTM-Parameter?

UTM-Parameter sind kleine Zusätze am Ende eines Links. Sie stehen hinter einem Fragezeichen und ändern nichts an der Seite selbst. Wer auf den Link klickt, landet auf derselben Seite wie sonst auch. Das Analytics-Tool liest die Zusätze nur aus und weiß dann, woher der Besuch kam.

So sieht einer meiner echten Links aus:

https://lienks.com/?utm_source=habitheat&utm_medium=footer

Ein UTM-Link besteht aus der normalen Adresse und den Angaben für Quelle, Medium und Kampagne.

Für den Anfang brauchst du nur drei Parameter:

  • utm_source sagt, woher der Besuch kommt, zum Beispiel habitheat, newsletter oder indiehackers.
  • utm_medium sagt, welche Art von Link es ist, zum Beispiel footer, social oder email.
  • utm_campaign sagt, zu welcher Aktion der Link gehört, zum Beispiel launch oder black_friday. Diesen Parameter kannst du auch weglassen.

Es gibt noch zwei weitere, utm_term und utm_content. Die kommen aus der Werbung, zum Beispiel für Suchbegriffe bei Anzeigen. Für die meisten kleinen Websites braucht man sie nicht, und Lienks liest sie auch nicht aus.

Meine drei echten Links

Ich habe Lienks bisher an drei Stellen verlinkt und jeden Link beschriftet:

https://lienks.com/?utm_source=habitheat&utm_medium=footer
https://lienks.com/?utm_source=indiehackers&utm_medium=social&utm_campaign=product_page
https://lienks.com/de?utm_source=notendurchschnitt-berechnen&utm_medium=ects-rechner

Der erste steht im Footer von habitheat, einer meiner anderen Websites. Der zweite steht auf meiner Produktseite bei Indie Hackers. Der dritte steht in einem ECTS-Rechner auf notendurchschnitt-berechnen.de, auch eine Seite von mir.

So sieht das bei mir im Dashboard aus:

Die Karten Campaigns und Campaign details im Lienks-Dashboard mit meinen drei Links.

Die Zahlen sind klein, aber sie zeigen schon etwas, das ich nicht erwartet hätte: Der ECTS-Rechner bringt mehr Besucher als Indie Hackers. Ohne die Beschriftung hätte ich das nicht gewusst. Beim ECTS-Rechner hätte ich nur die Domain gesehen, und bei Indie Hackers nicht, ob der Besuch von meiner Produktseite kam oder von irgendeinem Kommentar.

So baust du einen UTM-Link

Du brauchst dafür kein Tool. Du nimmst deinen normalen Link und hängst die Parameter hinten an:

  1. Ein ? hinter die Adresse.
  2. Dann utm_source= und deinen Namen für die Quelle.
  3. Für jeden weiteren Parameter ein &, dann den nächsten.

Steht in deinem Link schon ein ?, nimmst du für den ersten UTM-Parameter einfach ein &.

Ein paar Regeln, die dir später Ärger ersparen:

  • Schreib alles klein. Newsletter und newsletter sind für ein Analytics-Tool zwei verschiedene Quellen. Bei Lienks tauchen sie als zwei Zeilen auf.
  • Keine Leerzeichen. Nimm lieber - oder _, also black_friday statt black friday.
  • Bleib bei deinen Namen. Überleg dir einmal, wie du deine Quellen nennst, und schreib sie dir auf. Sonst hast du nach ein paar Monaten insta, instagram und ig nebeneinander.
  • Kampagne nur, wenn es eine gibt. Für einen Link, der dauerhaft im Footer steht, reichen Quelle und Medium.
  • Keine UTM-Parameter auf Links innerhalb deiner eigenen Website. Sonst zählen Klicks von einer deiner Seiten auf die nächste als Kampagne, und die Zahlen stimmen nicht mehr.

Wie Lienks UTM-Parameter auswertet

Bei Lienks liest das Script die drei Parameter aus der Adresse der Seite, auf der jemand landet. Gespeichert wird dabei nichts auf dem Gerät, kein Cookie und auch sonst nichts im Browser.

Das hat eine Folge, die du kennen solltest: Die Kampagne zählt nur für den Seitenaufruf, dessen Adresse die UTM-Parameter enthält. Klickt der Besucher danach auf eine andere Seite, hat die neue Adresse keine UTM-Parameter mehr, und dieser Aufruf zählt ohne Kampagne. Andere Tools merken sich die Kampagne für den ganzen Besuch. Dafür müssten sie aber etwas im Browser speichern, und genau das will ich bei Lienks nicht.

Ein paar Dinge, die dabei automatisch passieren:

  • Die Seitenliste bleibt sauber. Ein Aufruf von /?utm_source=habitheat wird als / gezählt. Du bekommst also nicht für jeden UTM-Link eine eigene Zeile in deiner Seitenliste.
  • Referrer und Kampagne stehen nebeneinander. Lienks speichert beides getrennt und zeigt beides in eigenen Karten. Ein Besuch kann also in der Referrer-Liste und in der Kampagnen-Liste auftauchen.
  • Es funktioniert in allen drei Tracking-Modi gleich, also auch im Cookieless-Modus und im Minimal-Modus.

Im Dashboard gibt es dafür zwei Karten. In “Campaigns” kannst du zwischen Quelle, Medium und Kampagne umschalten und siehst jeweils, wie viele Seitenaufrufe dazugehören. In “Campaign details” steht jede Kombination als eigene Zeile, zum Beispiel habitheat / footer / –. Der Strich heißt, dass der Link keine Kampagne hat.

Was du damit nicht siehst

Lienks zählt bei Kampagnen Seitenaufrufe. Wie viele Anmeldungen oder Käufe über einen bestimmten Link kamen, zeigt das Dashboard nicht.

Für die Frage “Welcher Link bringt mir Besucher?” reicht das. Wenn du genau wissen willst, welcher Link dir wie viele Kunden bringt, brauchst du mehr als das.

Kurz zusammengefasst

UTM-Parameter sind Beschriftungen für deine Links. Mit utm_source, utm_medium und vielleicht utm_campaign siehst du, welcher Link dir Besucher bringt, auch dort, wo der Referrer nicht weiterhilft. Einen UTM-Link zu bauen, dauert eine Minute.

Mein Tipp: Nimm heute einen Link, den du schon irgendwo stehen hast, zum Beispiel in deinem Profil, deinem Footer oder deinem Newsletter, und beschrifte ihn. In ein paar Wochen weißt du mehr.

Wenn du sehen möchtest, wie das in Lienks aussieht, schau dir die Live-Demo an, das ist das echte Dashboard von lienks.com. Und falls du Fragen hast oder etwas in diesem Artikel nicht stimmt, schreib mir an philip@lienks.com.

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